5 Methoden, wie Sie E-Learning Kurse zeitsparend überarbeiten können

Brauchen Sie für die Revision von E-Learning Kursen in der Regel mehr Zeit als Sie geplant hatten? Der Kurserfolg eines E-Learning Bausteins hängt davon ab, dass die Inhalte aktuell und relevant sind. Die Aktualisierung und Anpassung von E-Learning Kursen ist elementarer Bestandteil des Designprozesses. In diesem Artikel erläutern wir 5 Methoden, um hochwertige E-Learning Kurse zeitsparend zu überarbeiten.

 

Effiziente Überarbeitung von E-Learning Kursen

Unabhängig von der anfänglichen Detailplanung für einen E-Learning Kurs wird es immer eine Überarbeitungsphase geben. Ein Kunde möchte vielleicht den Kursschwerpunkt oder die Lernziele mitten im Projekt noch ändern. Oder Sie merken, dass Ihr Team ganz am Anfang schon etwas vergessen hat, was dann eine Art Domino-Effekt verursacht und das Freigabedatum nach hinten schiebt. In jedem Fall sind Änderungen von E-Learning Kursen zeitaufwendig, aber auch unbedingt notwendig. Es gibt einige Methoden, den Prozess zu beschleunigen ohne die Budgetgrenzen zu erreichen oder treue Kunden zu enttäuschen.

1. Definieren Sie den Umfang der Änderungen.

Sie sollten zusammen mit Ihrem Kunden genau definieren, in welchem Umfang der Kurs geändert werden soll. Besprechen Sie das in der Überarbeitungsphase und bleiben Sie dann auf Kurs. Kurz vor der Freigabe kann immer noch einiges passieren. Es kann zum Beispiel sein, dass ein Kunde den E-Learning Kurs in letzter Minute noch einmal komplett umgestalten will. Sagen Sie dem Kunden dann, dass so etwas weitere technische Konsequenzen hat, zum Beispiel, dass das Skript komplett geändert werden muss, was nicht Teil einer einfachen Überarbeitung ist. In die Überarbeitungsphase gehören nur kleine Änderungen. Diese Klarstellung führt dazu, dass alle Beteiligten schon in der Anfangsphase besser aufpassen und so langfristig Zeit sparen und Frust vermeiden. Es ist zu empfehlen, das in einem persönlichen Gespräch mit dem Kunden zu klären. Halten Sie alles schriftlich fest, sodass alle wissen, was zu erwarten ist und es hinterher keine Missverständnisse gibt. Auch die Durchführung einer solchen Prüfung braucht Zeit.

2. Setzen Sie Termine für jede Phase des Überarbeitungsprozesses.

Ihr Kunde ist König. Trotzdem ist es auch wichtig, dass Ihre Verpflichtungen genau definiert sind und der Abschlusstermin für jeden Prozessabschnitt feststeht. Niemand will ein Projekt endlos in die Länge ziehen. Sagen Sie Ihrem Kunden, dass Sie von jedem Änderungswunsch innerhalb einer bestimmten Frist informiert werden müssen. Auf diese Weise können Sie Ihre Zeit effizienter planen. Änderungswünsche sollten auch nicht alle einzeln gemeldet sondern gruppiert übermittelt werden. Nur so können Sie die Überarbeitungsphase planen und einen Abschlußtermin setzen statt immer wieder neu planen zu müssen, wenn neue Informationen eintrudeln. Wenn Sie den E-Learning Kurs intern für Ihre eigenen Teilnehmerzielgruppen entwickeln, sind Terminpläne genauso wichtig. Auf der Grundlage eines Plans können Sie Aufgaben an Ihr E-Learning Team delegieren und schon während der Entwicklung User-Tests durchführen. Auf diese Weise vermeiden Sie lange Überarbeitungsrunden kurz vor dem Fertigstellungstermin.

3. Machen Sie die Überarbeitung intern.

Im Verlauf mehrerer Überarbeitungsrunden Ihrer E-Learning Kurse, werden Lerninhalte hinzugefügt oder angepasst, wenn die Lernziele sich ändern oder die Lernenden bestimmte zusätzliche Inhalte brauchen. Kleine Grammatik- oder Rechtschreibfehler müssen auch in die Korrekturliste aufgenommen werden. Geben Sie einem Ihrer Teammitglieder diese Aufgabe, um selbst ein wenig Zeit zu sparen. Suchen Sie am besten jemanden aus, der detailorientiert arbeitet und genug Zeit hat, alle vom E-Learning Team produzierten Materialien Korrektur zu lesen. Dieser „Mittelmann“ wird den Prozess enorm beschleunigen, vorausgesetzt es gibt keine aufwendigen Designänderungen.

4. Bleiben Sie in engem Kontakt mit den Entscheidungsträgern.

Sie sollten während der Entwicklung von Online-Trainingsmaterialien immer einen konkreten Ansprechpartner beim Kunden haben. Es ist am besten, die grundlegenden Kommunikationsregeln vorab festzulegen. Beispielsweise diese Abmachungen:

  • Sie haben einen konkreten Ansprechpartner.
  • Dieser Ansprechpartner ist letztendlich auch derjenige, der die Entscheidungen trifft.

Vermeiden Sie auf jeden Fall, dass Sie mit E-Mails von verschiedenen Mitarbeitern Ihres Kunden überschwemmt werden. Nur wenn Sie mit demjenigen korrespondieren, der die Entscheidungen trifft, bekommen Sie am Ende auch grünes Licht für die integrierten Revisionen. Fragen lassen sich am besten direkt mit dem Entscheidungsträger klären, statt mehrere Personen kontaktieren zu müssen. Die Wahrscheinlichkeit, immer wieder andere Änderungen machen zu müssen, wird auf diese Weise ebenfalls reduziert. Ohne endgültige, eindeutige Entscheidung besteht die Gefahr, Inhalte wieder auf eine ältere Version des E-Learning Kurses zurückrollen zu müssen.

5. Dokumentieren Sie alle Änderungen an einem E-Learning Kurs.

Die Dokumentation aller angeforderten Änderungswünsche und deren Realisierung ist wichtig. Nur so können Sie bei Bedarf auf eine vorige Version zurückstellen und Ihrem Kunden in Erinnerung rufen, welche Änderungen verlangt wurden und welche Anpassungen Sie gemacht haben. Ein Beispiel: Sie haben ein Demo-Video zur Illustration gesetzlicher Auflagen gemacht. Nun möchte der Kunde plötzlich eine andere Fotoauswahl aus seinen Archivbildern. Sie können sich auf die Notizen und Kommunikationsunterlagen beziehen, um ihn an die ursprüngliche Entscheidung zu erinnern. Eine weitere Option ist der Kauf eines Revisionstools für E-Learning Kurse, das automatisch alle Änderungen dokumentiert. Ihr E-Learning Team kann damit auch Feedback sammeln und gemeinsam an der Aktualisierung der E-Learning Inhalte arbeiten.

Wie jeder E-Learning Profi bestätigen kann, kann die Revisionsphase mit Herausforderungen gespickt sein. Es gibt zahlreiche Beispiele für Verzögerungen im Überarbeitungsprozess, die aufgrund von fehlender Kommunikation entstehen. Ein Beispiel: Das E-Learning Team diskutiert den Revisionsplan nicht mit den Entscheidungsträgern oder delegiert bestimmte Aufgaben intern. Klare Kommunikation von Anfang an hilft solche Verzögerungen und eine Menge Stress zu vermeiden.

Das ist die wichtigste Grundregel, das wissen Sie bestimmt. Lesen Sie den Artikel 8 Vorteile der Nutzung von Revisionstools bei der Kursüberarbeitung (in englischer Sprache), um sich bestens auf Ihr nächstes E-Learning Projekt vorzubereiten.

Wir stellen vor:

Christopher Pappas ist der Gründer von The eLearning Industry’s Network, eines der größten Online-Netzwerke von E-Learning-Experten. Christopher hat einen MBA- und einen MBA-Abschluss (Learning Design) von BGSU.

eLearning Blogger • EduTechpreneur • eLearning Analyst • Speaker • Social Media