Überzeugen Sie mit kurzen Erklär- und Verkaufsvideos

Erklärvideos sind eine Art moderner Elevator-Pitch. Solche Verkaufsvideos haben Erfolg, wenn sie zielgerichtet in möglichst kurzer Zeit ein Produkt als Problemlösung vorstellen. Erklärvideos sind darauf angelegt, Interesse zu wecken. Es gibt allerdings viel Konkurrenz um die Aufmerksamkeit der Zuschauer, und das bedeutet, dass die meisten Erklärvideos hochwertige Videos sind und eine klare Aktionsaufforderung beinhalten. Die Videos werden oft auf Landing-Seiten platziert, in E-Mails eingebettet oder als Werbevideos auf YouTube gezeigt. Lassen Sie sich davon nicht einschüchtern, wir erklären in diesem Blogartikel, was bei einem Erklärvideo zu berücksichtigen ist.

Und jetzt die grosse Frage: Was ist der erste Schritt für Ihr eigenes Video?

Denken Sie schon beim Start ans Ende

Zurück zum Vergleich mit dem Elevator-Pitch: Stellen Sie sich vor, dass Sie einen potentiellen Kunden vor sich haben und in ein bis zwei Minuten, Ihr Produkt überzeugend präsentieren müssen. Das ist wenig Zeit. Überlegen Sie, was Sie erreichen wollen. Was soll der Kunde am Ende des Gesprächs tun? Sich für Ihren Service anmelden? Ein Konto erstellen? Ihre Website besuchen? Setzen Sie sich ein klares Aktionsziel, bevor Sie weitermachen.

Eine hilfreiche Methode ist, ein klares Ziel schriftlich zu formulieren. Beispiele sind Aussagen wie „…aktuelle Kunden sollen das Upgrade machen“ oder „… die Anzahl der 20- bis 30-jährigen Tester soll erhöht werden“. Die besten Zielformulierungen enthalten die gewünschte Aktion und einen Hinweis auf die Zielgruppe.

Zwei Leute im Aufzug…. eine Chance zu überzeugen.

Wenn Ihre Zielsetzung formuliert ist, sollten Sie im nächsten Schritt festlegen, wen Sie genau ansprechen wollen.

Definieren Sie die Zielgruppe für Ihr Erklär- oder Verkaufsvideo.

Erklärvideos sind von Natur aus kurz. Wenn Sie nicht eine bestimmte Zielgruppe ansprechen, werden die Videos keinen Erfolg haben. Wen soll Ihre Botschaft genau erreichen? Das Ziel ist sozusagen, die richtigen Leute in den Aufzug  zu bekommen, um ihnen die passende Botschaft zu kommunizieren. Wählen Sie eine Untergruppe Ihrer Kunden strategisch genau für dieses Video aus. Alle auf einmal können Sie nicht ansprechen. Eine zu allgemein entworfene Werbebotschaft ist unklar und führt dazu, dass ein geringerer Prozentsatz der Angesprochenen nach Anschauen des Videos tatsächlich aktiv wird.

Erklärvideos sollen eine bestimmte Zielgruppe ansprechen.

Gezielt überzeugen ist der Weg zum Erfolg.

Entwerfen Sie die Geschichte

Wenn die Zielgruppe feststeht, muss die Geschichte entwickelt werden. Sie haben knapp neunzig Sekunden Zeit, um Ihr Produkt/Ihre Firma vorzustellen, ein Problem der Zielgruppe zu beschreiben und Ihr Produkt als überzeugende Lösung zu präsentieren. Das ist eine Menge Stoff. Machen Sie das Ganze etwas übersichtlicher.

Konzentrieren Sie sich auf das Problem. Analysieren Sie Kundendaten, sprechen Sie mit einigen Kunden und finden Sie heraus, was die Hauptprobleme sind. Diese Probleme sollten das Kernstück Ihrer Botschaft sein, da Ihre potentiellen Kunden ebenfalls Lösungen dafür suchen.

Die Trichtermethode funktioniert.

Wenn Sie die Probleme kennen, konzentrieren Sie sich auf die Lösungen. Hier fängt die Geschichte an. Die Lösungen sollten im Mittelpunkt stehen, nicht die Produktfunktionen. Sie haben die Chance, eine typische Problemsituation zu beschreiben und dann zu zeigen, warum Ihr Produkt die perfekte Lösung darstellt.

Wählen Sie ein Format

Erklärvideos nutzen häufig fünf beliebte Formate zum Erzählen einer Geschichte: AnimationenScreencast-Videos, Zeichnungen auf einem Whiteboard, Legetechnik und Live-Aufnahmen. Jedes dieser Formate hat Vor- und Nachteile. Je nach Situation und Zuschauergruppe, sollten Sie sich für das eine oder andere dieser Formate entscheiden. Hier haben wir die Stärken der verschiedenen Formate zusammengestellt, um Ihnen die Entscheidung leichter zu machen:

Animationen:

Animationen eignen sich sehr gut, um abstrakte oder schwer verständliche Ideen zu kommunizieren. Sie sind auch ideale Elemente für kreatives Erzählen. Animationen können in Erklärvideos sehr vielseitig genutzt werden, sie sind aber auch relativ teuer. Sie werden oft zur Erklärung von Software oder Service-Angeboten benutzt.

Screencast-Videos:

Screencasts sind ideal, um eine Software in Aktion vorzuführen. Wenn Sie den Zuschauern vor dem Kauf oder Test Ihr Produkt im Detail zeigen wollen, sind Screencasts die richtige Wahl.

 

Whiteboard-Zeichnungen:

Whiteboard-Zeichnungen entstehen vor den Augen der Zuschauer. Sie sind interessant zu verfolgen. Benutzen Sie solche Zeichnungen, wenn Sie ein komplexes Thema in kleineren Teilstücken präsentieren wollen. Die Möglichkeit, am Ende alles noch einmal zusammen zu zeigen, ist rhetorisch sehr wertvoll.

Legetechnik

Eine einfache und beliebte Methode ist die Legetechnik. Hier werden die Schlüsselbegriffe durch ausgeschnittene Zeichnungen dargestellt. Die Zeichnungen aus Papier werden auf eine horizontale Fläche gelegt und mit den Händen angeordnet und bewegt. Das folgende Beispiel zeigt einen solchen Legetrickfilm und erklärt, was bei der Erstellung zu berücksichtigen ist.

Live-Aufnahmen:

Ja, auch normale Kameraaufnahmen können sich für Erklärfilme eignen. Es gibt kaum etwas Überzeugenderes als eine persönliche, glaubwürdige Botschaft zu einem realistisch dargestellten Thema. Menschen in Videos zu zeigen, hilft eine Beziehung zum Zuschauer aufzubauen und die Botschaft auf persönliche Weise zu vermitteln.

Entscheiden Sie, wer das Erklärvideo machen soll

Bevor Sie selbst die Ärmel hochkrempeln oder Ihr Projekt an einen externen Anbieter vergeben, sollten Sie überlegen, wer sich am besten als Produzent eignet. Der Hauptfaktor ist oft das (nicht) vorhandene Budget, aber Sie sollten auch daran denken, welche Wirkung das Video haben soll. Nur dann lässt sich abschätzen, in welcher Höhe sich die Investition lohnen würde. Brauchen Sie das Video für eine Werbekampagne? Soll es sozusagen im Rampenlicht, auf einer Website oder Landing-Seite, gezeigt werden? Je größer die beabsichtigte Wirkung, desto eher sollten Sie die Ausgaben etwas höher ansetzen.

Wenn Sie einfach einmal einen ersten Versuch mit einem Erklärvideo starten wollen, dann können Sie es selbst machen und Geld sparen. Um Ihnen auch diese Entscheidung zu erleichtern, haben wir die Vor- und Nachteile der gängigsten Produktionsoptionen zusammengestellt.

Externe Firma beauftragen

Vorteile: Videoproduktionsfirmen haben Talent, Know-how und Erfahrung. Hier bekommen Sie das beste Video. Gute Anbieter arbeiten eng mit Ihnen zusammen und produzieren das Video genau nach Ihren Wünschen.
Nachteile: Diese Firmen sind teuer. Ein 60-Sekunden Video kostet im Schnitt um die 8.000 US$.
Fazit: Wenn viel von diesem Video abhängt, sollten Sie die Experten beauftragen und ein Erklärvideo erhalten, das die Zuschauer „vom Hocker reißt“. Der Erfolg des Videos wird die Kosten rechtfertigen.

Selber machen

Vorteile: Sie haben kreative Gestaltungsfreiheit und mehr Kontrolle über das Budget.
Nachteile: Sie sind begrenzt auf Ihre eigenen Fähigkeiten, Zeit, Software und Hardware. Wenn Sie mit der Videoproduktion anfangen wollen, sollten Sie die neue TechSmith Academy ausprobieren. Die ist für alle, die in die Videoproduktion einsteigen möchten, und sogar kostenlos!
Fazit: Wenn Sie sich an diese neue Aufgabe wagen wollen und nicht zu viel vom Erfolg des Videos abhängt, dann probieren Sie die interne Produktion. Sie haben mehr Kontrolle über das Budget und absolute kreative Freiheit.

Vorlagen einer Online-Plattform verwenden

Vorteile: Vorlagen sehen oft relativ gut aus, sind aber nicht so teuer wie der Service einer Fachfirma. Die Produktion eines Erklärvideos geht mit einer Mustervorlage schneller als ohne.
Nachteile: Sie haben wenig kreativen Spielraum und sind auf bestimmte Methoden beschränkt.
Fazit: Wenn Sie keine Angst haben, eine nullachtfünfzehn Vorlage zu bekommen, dann ist der Online-Dienst eine praktikable Lösung. Diese Plattformen kosten weniger als eine Videoproduktionsfirma und das fertige Video kann in relativ kurzer Zeit fertig sein.

Was kommt nach der Produktion?

Wenn Ihr Video fertig ist, muss entschieden werden, wo es gezeigt werden soll und der Erfolg des Videos sollte gemessen werden. Die Performance zeigt, wie gut Sie Ihr Zielpublikum gewählt haben und wie treffend die Botschaft kommuniziert wurde. Wenn Sie an Strategien zur Messung der Performance Ihres Videos interessiert sind, sollten Sie sich die Möglichkeiten der verschiedenen Videohosting-Anbieter wie Wistia anschauen. Man kann genau nachverfolgen, wie lange sich Kunden ein Video angeschaut haben und welche der eigenen Videos am beliebtesten sind. Hieraus kann man viel über die Optimierung der eigenen Inhalte lernen.

Viel Glück bei der Erstellung Ihrer Videos und falls Sie weitere Informationen zur Videoproduktion brauchen, besuchen Sie einfach einmal die TechSmith Academy.