Fachexperten Fachwissen

6 Tipps für die Zusammenarbeit mit Fachexperten

Die richtigen Experten (SME – Subject Matter Experts) zu finden, um Fachwissen und Lerninhalte für alle Mitarbeiter im Unternehmen bereitzustellen, ist ausschlaggebend für den Erfolg. Elegante Schlichtheit ist besser als zu komplizierter Expertenjargon.

Um Wissen effizient zu vermitteln, sollten die Inhalte leicht verständlich und gut aufbereitet präsentiert werden. Ausbilder und Trainer in Unternehmen haben das Ziel, die Mitarbeiter am Arbeitsplatz erfolgreich zu machen. Die Fachexperten haben eine andere Rolle. Sie sollen umfassendes Expertenwissen zu einem bestimmten Thema besitzen. Das Wissen und Know-how der Experten hilft dem gesamten Unternehmen bestens zu funktionieren.

Hier stellt sich eine wichtige Frage. Wie bekommen Sie von den Fachexperten genau die richtige Menge an Informationen für Ihre Trainingsinhalte?

Versetzen Sie sich einmal in die Situation der SMEs.  Fachexperten haben normalerweise eine andere Perspektive im Hinblick auf unternehmerische Geschäftsanforderungen und sehen ihre eigene Rolle oft in einem anderen Licht. Als Trainer und Ausbilder haben Sie unterschiedliche Ziele und wahrscheinlich auch völlig andere Problemlösungsansätze.

Denken Sie bei der Zusammenarbeit mit Ihren Fachexperten immer an diese Unterschiede. Hier haben wir 6 Tipps, die Ihnen helfen werden, eine gute Beziehung mit Ihren Experten aufzubauen und erfolgreich mit diesen Fachleuten zusammenzuarbeiten.

Aktives Zuhören

Aktives Zuhören kann man lernen. Diese Kunst des Zuhörens wird Ihnen in allen Lebensbereichen helfen, auch bei der Zusammenarbeit mit Fachexperten. Beim ersten Treffen erscheinen Fachexperten vielleicht schwierig, aber das liegt oft daran, dass die Experten sich so für ihr Thema engagieren.

Eisbrecher sind gut, um eine gemeinsame Basis zu finden. Erzählen Sie von Ihren Erfolgen und schwierigen Projekten. Überlegen Sie sich vorab, was Sie kommunizieren sollten und aus welchem Grund.

Beim aktiven Zuhören sollten Sie auf die Botschaft achten, aber auch verbal und nonverbal signalisieren, dass Sie Ihrem Experten volle Aufmerksamkeit schenken. Achten Sie auch darauf, was zwischen den Zeilen ausgedrückt wird. Emotionale Sensibilität hilft Ihnen, die Perspektive Ihres Fachexperten besser zu verstehen.

Vermeiden Sie vorschnelle Annahmen

Vermeiden Sie vorschnelle Annahmen, das wird Ihnen in allen beruflichen Situationen helfen.

Unsere instinktive Annahme ist immer, dass die Fachexperten unsere Perspektive teilen werden. Wir denken das, weil beide Seiten im Sinne des Unternehmens agieren sollten.

Es gibt allerdings Studien, die die Vermutung eines „falschen Konsensus“ nahelegen, wenn wir vorab annehmen, dass unsere Gesprächspartner mit unseren Auffassungen übereinstimmen. Das kann uns im Endeffekt in eine Konfliktsituation führen, wenn wir eine „Wir gegen die Anderen“-Mentalität haben.

Gute Folgefragen helfen: „Ich habe das so verstanden, dass Sie sagen…“ oder „Wie kann ich das verstehen? Aus welchem Grund ist das wichtig?“. Solche Fragen bringen Sie näher zum Ziel.

Bauen Sie Kommunikationsbarrieren ab

Kommunikationsbarrieren verhindern offene und ehrliche Kommunikation.

Finden Sie einen Kommunikationsstil, der für beide Parteien gut funktioniert. Wenn Sie wissen, wie Ihr Fachexperte sich fühlt (verärgert, begeistert, frustriert, zufrieden mit der Projektarbeit) ist das ein enormer Kommunikationsvorteil.

Hören Sie nicht nur auf die verbale Botschaft, sondern entwickeln Sie ein Gespür für die unausgesprochenen Botschaften und Emotionen. Fachexperten lieben ihr Thema. Geben Sie den Experten das Gefühl von Anerkennung und Respekt. Definieren Sie Zielsetzungen gemeinsam.

Verschiedene Meinungen beleben die Diskussion

Konflikte können Chancen sein! Abweichende Meinungen müssen nicht das Ende der Zusammenarbeit bedeuten. Lernen Sie Strategien zur kreativen Konfliktlösung.

Reden Sie über die Fakten und wie Sie diese einschätzen. Versuchen Sie zu verstehen, warum Ihr SME bestimmte Inhalte, Bilder oder Prozesse ablehnt. Präsentieren Sie sich als Partner und nicht als Power-Manager. Geben Sie eigene Fehler zu, entschuldigen Sie sich ohne Umschweife und bewerten Sie nicht vorschnell die Aktionen des anderen. Sie sollten auch bereit sein, Ihre Meinung zu ändern.

Erfolgreiche Kompromisse

Am Arbeitsplatz werden Kompromisse oft negativ bewertet. Tatsache ist, dass Kompromisse notwendig sind, um produktiv miteinander arbeiten zu können. In diesem Fall ist der Kompromiss „eine individuelle Bereitschaft zur Gruppenarbeit zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels“. Kompromisse müssen nicht automatisch dazu führen, dass einer verliert und einer gewinnt.

Wenn Sie beide an einem Kompromiss arbeiten, fließen die Ideen und Energien von beiden Partnern zusammen, sodass das Ergebnis mehr ist als die Summe der einzelnen Beiträge.

Denken Sie daran, dass Ihr SME lange und hart gearbeitet hat, um sein/ihr Fach- und Expertenwissen zu erwerben. Respekt bringt Sie weiter als immer recht haben zu wollen.

Formulieren Sie Erwartungen

Es ist immer gut, bestimmte Grundregeln der Zusammenarbeit zu haben. Erwartungen zu formulieren, hilft allen Beteiligten bei der Orientierung.

  • Der SME muss nicht unbedingt ihr Projekt in- und auswendig kennen. Etablieren Sie klare Richtlinien für die Kommunikation und Zusammenarbeit.
  • Schaffen Sie einen Raum zur Zusammenarbeit, um die Anzahl der notwendigen Meetings zu minimieren. Nutzen Sie Tools wie Evernote, Google Docs oder andere Tools zum Projektmanagement und zur Weitergabe von Informationen.
  • Alle müssen die Deadlines und Prüfungszyklen kennen. Der SME sollte mit an Bord sein und dem Zeitplan zustimmen.
  • Schreiben Sie Notizen zu Meetings in ein allen zugängliches Dokument, um Missverständnisse zu vermeiden.

Am Ende haben Sie und Ihr Fachexperte das gleiche Ziel; sie wollen allen Mitarbeitern im Unternehmen helfen, die individuell gestellten Aufgaben bestens zu lösen. Verhandlungsgeschick und Grundregeln für die Kommunikation und Zusammenarbeit helfen, dieses Ziel gemeinsam zu erreichen. Diese 6 Tipps sollten Ihre Projekte erfolgreicher machen und die Fachexperten so integrieren, dass diese voll hinter Ihrem Projekt stehen und gerne mitmachen.

Wir stellen vor:

Shannon TiptonShannon Tipton ist die Eigentümerin von Learning Rebels. Sie weiss, welche Herausforderungen sich den Trainingsabteilungen in Unternehmen stellen. Sie hat über 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von erfolgreichen Lernstrategien und Infrastrukturen. Shannon hat schon vielen Unternehmen geholfen, vorhandenes Potential voll auszuschöpfen und bestmöglich zu nutzen.

Shannon hat in Nordamerika, Europa und Korea gearbeitet. Sie zeigt immer wieder ihr herausragendes Engagement, wenn sie Unternehmen dabei hilft, ergebnisorientierte Geschäftsmodelle zu integrieren. Shannon hat vielseitige Praxiserfahrung und bindet moderne Lerntechnologien und Lernhilfsmittel, die Arbeitsumgebungen positiv verändern, die Zusammenarbeit verbessern und Lernerfahrungen optimieren.

Shannon hat ein Buch mit dem Titel „Disruptive Learning“ veröffentlicht, das unternehmerische Lernstrategien auf innovative Weise vorstellt und in der Branche bestens bekannt ist. Shannon wurde als eine der „Top 100 Movers and Shakers“ nominiert. Ihr Blog „Learning Rebels“ ist auch in der Liste der führenden 100 E-Learning Blogs.